Julia unterwegs
Donnerstag, 29. Januar 2009
Buenvenidos!
Liebe Leute, ich sitze hier auf der Dachterasse eines sympathisvchen Hostels mitten im Centro Historico von Mexico. Es ist fast 10 Uhr abends, um mich herum sitzen noch ein paar Leute an Tischen und trinken ein Corona, es laueft spanische Musik, und wenn ich ueber die Balkonbruestung vor mir in die Dunkelheit schaue, sehe ich die Kathedrale und dahinter ein modernes Hochhaus. Fliespulli und Jeans reichen...
Wie ihr seht, es geht mir hier ganz gut. Die letzten beiden Tage in Kurzfassung: 1. Flug, Frankfurt/Newark: Fast niemand im Flugzeug, ich konnte bequem meine Beine auf diversen Sitzen aussttrecken und habe bei der Landung die ganze Zeit einen super Blick aufs Empire State Building gehabt. 2. Flug, Newark/MexicoStadt: Ich sass schon wieder auf der richtigen Seite, so dass ich einmal ueber das, nun in der Dunkelheit hell erleuchtete Manhatten geschwebt bin. Noch weniger Leute im Flugzeug, konnte mich so auf drei Sitzen lang machen und schlafen. Am Flughafen haben mich Omar, Evas Freund, und dessen Bruder Carlos abgeholt und zum Hostel gebracht. Dort war ich dann um halb 12 mexikanische und halb 5 deutsche Zeit. Entsprechend fertig hjabe ich in der Dunkelheit mein Bett gemacht und sogar noch Zaehne geputzt, mit der Taschenlampe und bemueht., die anderen beiden schlafenden Maedels moeglichst nicht zu stoeren. Ich selbst konnte allerdings gar nicht schlafen, war wohl doch ein bisl aufgeregt.
Heute morgen habe ich dann den ersten Traveller Cheque meines Lebens eingetauscht und habe mich dann mit Omars Bruder Carlos getroffen, der mir am Vorabend angeboten hatte, mir die Stadt zu zeigen. Er hat dann direkt noch einen Freund mitgebracht, der gluecklicherweise ein bisschen Englisch konnte. Trotzdem habe ich den ganzen Tag eher auf spanisch radebrechend verbracht, heute abend auch noch mit zwei Argentinierinnen am Tisch gesessen, wenn das so weitergeht, sehe ich gute Chancen fuer mein Spanisch. Auch, wenn ich immer noch furchtbar viele HebraeischBrocken im Kopf habe. Aaaalso, wir haben uns getroffen und sind erst mal zur UNAM gefahren, der grossen beruehmten Uni hier in dder Stadt, die zwei Besonderheiten aufweist: 1. Ist sie die beste Uni Lateinamerikas laut meiner Stadtfuehrer, und 2. ist das UniGelaende so gross wie der Vatikan. Erst hab ich gedacht, die beiden Jungs spinnen, oder mit der Verstaenigung laeuft etwas ganz schief, aber als ich das Gelaende erst mal mit eigenen Augen gesehen habe, hab ich es doch gegalubt. Hier ist irgendwie alles Superlativ. Anschliessend sind wir in ein Viertel namens Copayacan (oder so) gefahren, in dem ganz viele alte, bunte Gebaeude im Kolonialstil stehen und das echt schoen ist. Dort befindet sich auch das Museum von Frida Kahlo, der beruehmtesten Malerin Mexicos, das wir besucht haben und das sehr interessant war. Das Museum wurde im frueheren Wohnhaus der Malerin und ihres Mannes, ebenfalls ein beruehmter Kuenstler, eingerichtet und ist entsprechend klein, aber auch sehr besonders, vor allem mit dem tollen Garten im Innenhof. Weiter gings zum Essen, Tacos natuerlich, sehr lecker ;) Dann noch in ein Museum, das in einem alten Konvent eingerichtet war, der spaeter in eine kleine Festung umfunktioniert wurde. Thema war der mexikanische Unabhaenigkeitskrieg gegen die USA, ab einem bestimmten Punkt hat aber meine Konzentration ausgesetzt, weil alle Schilder nur auf Spanisch waren und das einfach ein bisschen viel war fuer einen Tag.
Insgesamt ein sehr sehr netter erster Tag, wenn auch anders als geplant. Morgen werde ich die erste Pyramide mit unaussprechlichem Namen besichtigen und werde vermutlich erst am Freitag ueberhaupt etwas vom Zentrum der Stadt sehen... Es geht morgen schon um 9 los, deswegen ist fuer mich jetzt erst mal Bettruhe angesagt. Fotos werden dann spaeter mal hochgeladen, falls das hier funktioniert. Gute Nacht!

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