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Montag, 23. Februar 2009
Raus aus der Blase
am Montag, 23. Februar 2009, 02:30 im Topic 'Mittelamerika'
Gestern war Antigua-Sightseeing angesagt, was nach mehr klingt, als es ist. Die Stadt ist echt nicht gross und man kann alles zu Fuss erreichen. Die Sehenswuerdigkeiten beschraenken sich - ausser, ihr ahnt es schon, den bunten Haeusern - auf ein paar Museen (fuer mich thematisch nicht so interessant) und verhaeltnismaessig viele Kirchen und Kloester, teilweise von fruehren Erdbeben zerstoert und heute als Ruinen zu besichtigen. Insgesamt hat es mir sehr gut gefallen: Antigua aehnelt ein bisschen San Cristobal in Mexiko: Die Gassen mit den Backstein-Strassen und den bunten Haeusern, den Bergen um die Stadt herum und vielen Kneipen, Cafes, Restaurants und (Kunsthandwerks-) Geschaeften. Alles wirkt entspannt, aber aufgeraeumt, und insofern denke ich nicht, dass die Stadt representativ fuer das durchschnittliche Guatemala ist. Zumindest aber in dem Punkt, dass die Haupteinnahmequelle der Tourismus ist, denn Antigua ist eines der am meisten besuchten Ziele im Land.
Ich habe meinen Tag mit Besichtigung einer grossen Kiiche nicht weit vom Hostel entfernt begonnen, und da um 11 uhr Gottesdienst war, habe ich den auch gleich mitgenommen. Das war ganz interessant: Auf dem Altar stand, wie in Amerika, ein Chor, der hat allerdings ziemlich scheusslich gesungen. Bemerkenswert war hingegen der Pastor: Der hat, glaube ich, ueber die anstehende Fastenzeit und uebers Beichten gepredigt. Anders, als man bei dem Thema erwarten wuerde, hat er aber eher die Rolle eines Comedians erfuellt: Er hat wild mit den Haenden gefuchtelt, mit verstellter Stimme verschiedene Personen in einem Gespraech dargestellt und regelmaessig das Publikum zum Lachen gebracht. Die Predigt hat fast eine halbe Stunde gedauert, und obwohl ich fast nichts verstanden habe, ist mir keine Minute langweilig geworden.
Nach dem Gottesdienst bin ich weiter durch die Stadt geschlockert, habe mir ein typisches Essen gegoennt (Gemuese-Rindfleischsuppe mit Reis und Tortillas und einer Cola fuer umgerechnet 3 Euro) und bin ueber den Markt geschlockert.
Spaeter bin ich in ein kleines Geschaeft gestolpert, in dem eine Frau am Weben war. Ich habe sie gefragt, ob ich ein Foto machen darf und sie hat mir erklaert, wie das Weben funktioniert. Fuer ein Tischtuch braucht sie 15 Tage und, wie sie sagt, ganz viel Geduld. Weil sie so nett war, habe ich mich verplichtet gefuehlt, dort auch etwas zu kaufen, aber zumindest habe ich schoen gehandelt.

Abends bin ich dann noch mit ein paar Leuten vom Hostel in eienr Bar einen Film gucken gegangen, einen indisch-amerikanischen Film mit spanischen Untertiteln. Ganz schoen kompliziert. Nicht einmal, als wir im Dunkeln zurueck ins Hostel gegangen sind, hatte ich das Gefuehl, irgendwie nicht sicher zu sein: Es war ziemlich viel Polizei auf den Strassen unterwegs und auch sonst recht viele Menschen.
Heute morgen habe ich mich dann so richtig aus der Touri-Blase gewagt und bin mit so genannten "Chicken-Bussen" zum See Atitlan gefahren. Keine Ahnung, warum die so heissen, es sind Busse, mit denen vor allem die Einheimischen fahren, das ist viel guenstiger und man ist auch nicht wirklich viel langsamer unterwegs.

Hat alles super geklappt, bin dann ins Boot umgestiegen und in einem kleinen Kaff gelandet, aus dem ich morgen so schnell wie moeglich wieder abhauen werde. Das Hostel ist ziemlich teuer und die Bedienung dort ist unfreundlich, die sind total ungeduldig mit meinem Spanisch. Eigentlich hatte ich bisher das Gefuehl, dass die Menschen hier netter und hilfsbereiter sind als in Mexiko, aber Ausnahmen bestaetigen ja bekanntermassen die Regel. Es wird so langsam dunkel hier, deswegen mache ich mal auf den Weg zurueck auf den Berg ins Hostel und melde mich demnaechst wieder.
Ich habe meinen Tag mit Besichtigung einer grossen Kiiche nicht weit vom Hostel entfernt begonnen, und da um 11 uhr Gottesdienst war, habe ich den auch gleich mitgenommen. Das war ganz interessant: Auf dem Altar stand, wie in Amerika, ein Chor, der hat allerdings ziemlich scheusslich gesungen. Bemerkenswert war hingegen der Pastor: Der hat, glaube ich, ueber die anstehende Fastenzeit und uebers Beichten gepredigt. Anders, als man bei dem Thema erwarten wuerde, hat er aber eher die Rolle eines Comedians erfuellt: Er hat wild mit den Haenden gefuchtelt, mit verstellter Stimme verschiedene Personen in einem Gespraech dargestellt und regelmaessig das Publikum zum Lachen gebracht. Die Predigt hat fast eine halbe Stunde gedauert, und obwohl ich fast nichts verstanden habe, ist mir keine Minute langweilig geworden.
Nach dem Gottesdienst bin ich weiter durch die Stadt geschlockert, habe mir ein typisches Essen gegoennt (Gemuese-Rindfleischsuppe mit Reis und Tortillas und einer Cola fuer umgerechnet 3 Euro) und bin ueber den Markt geschlockert.
Spaeter bin ich in ein kleines Geschaeft gestolpert, in dem eine Frau am Weben war. Ich habe sie gefragt, ob ich ein Foto machen darf und sie hat mir erklaert, wie das Weben funktioniert. Fuer ein Tischtuch braucht sie 15 Tage und, wie sie sagt, ganz viel Geduld. Weil sie so nett war, habe ich mich verplichtet gefuehlt, dort auch etwas zu kaufen, aber zumindest habe ich schoen gehandelt.

Abends bin ich dann noch mit ein paar Leuten vom Hostel in eienr Bar einen Film gucken gegangen, einen indisch-amerikanischen Film mit spanischen Untertiteln. Ganz schoen kompliziert. Nicht einmal, als wir im Dunkeln zurueck ins Hostel gegangen sind, hatte ich das Gefuehl, irgendwie nicht sicher zu sein: Es war ziemlich viel Polizei auf den Strassen unterwegs und auch sonst recht viele Menschen.
Heute morgen habe ich mich dann so richtig aus der Touri-Blase gewagt und bin mit so genannten "Chicken-Bussen" zum See Atitlan gefahren. Keine Ahnung, warum die so heissen, es sind Busse, mit denen vor allem die Einheimischen fahren, das ist viel guenstiger und man ist auch nicht wirklich viel langsamer unterwegs.

Hat alles super geklappt, bin dann ins Boot umgestiegen und in einem kleinen Kaff gelandet, aus dem ich morgen so schnell wie moeglich wieder abhauen werde. Das Hostel ist ziemlich teuer und die Bedienung dort ist unfreundlich, die sind total ungeduldig mit meinem Spanisch. Eigentlich hatte ich bisher das Gefuehl, dass die Menschen hier netter und hilfsbereiter sind als in Mexiko, aber Ausnahmen bestaetigen ja bekanntermassen die Regel. Es wird so langsam dunkel hier, deswegen mache ich mal auf den Weg zurueck auf den Berg ins Hostel und melde mich demnaechst wieder.
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