Mit den Beatles in die Berge
am Donnerstag, 23. Oktober 2008, 01:48 im Topic 'Israel'
Vielleicht wundert ihr euch darüber, dass ich bisher noch nichts von meinem Praktikum erzählt habe. Tjaaaa, das ist so: Bis heute war ins Israel das, was in Deutschland Weihnachten ist: Ein Feiertag nach dem anderen und die Leute fahren in Urlaub und sind nicht erreichbar. Holydays fangen hier immer schon am Vortag um 14 Uhr an, dann sind zumindest die Büros und Läden geschlossen. Das heißt: Am Sonntag war ich im Büro (von 12 bis 16 Uhr…), wo mir mitgeteilt wurde, dass es nicht lohnt, am Montag zu kommen, um am Dienstag, dem vorerst letzten Feiertag, wieder daheim zu bleiben. Das lasse ich mir natürlich nicht zwei Mal sagen – wenn man mich unbedingt vom für lau arbeiten abhalten will: Gerne!
Am Montag habe ich deswegen wieder einen Strandtag eingelegt, bevor ich abends meine Couchsurfing-Premiere hatte. Und ich muss sagen, ich bin begeistert! Mit Or, einem Israeli aus Petah Tikvah, einem eingewachsenen Vorort von Tel Aviv, bin ich in einem winzigen Pub gelandet, in dem der Barmann mir einen Whiskey ausgegeben („I once had a German girlfriend, and she could drink like two men…“) und alle Neuankömmlinge persönlich begrüßt hat, gute Musik und zum Schluss sogar ‚Live-Karaoke’: Zwei Typen haben auf ihren Gitarren geschrammelt und wer wollte, konnte einen Liedtext greifen, sich vors Mikro stellen und selbst singen. Altbekanntes und israelisches bunt gemischt. Eine gute Sache, nette familiäre Atmosphäre und gut gelaunte Menschen… Schön!
Im Laufe des Abends hat sich herausgestellt, dass Or am nächsten Tag mit Freunden eine Tour zu den Golan-Höhen machen wollte, um dort – ja, was eigentlich? Ich habe verstanden: Eine Kanu-Tour zu machen. Ich wurde eingeladen und habe zugesagt, und erst am nächsten Morgen hat sich die vermeintliche Kanu-Tour als Wanderung durch ein ausgetrocknetes Flussbett in der Nähe des Sees Genezareth entpuppt. Naja, nicht weiter tragisch, nur dass ich mit Vans und einem Rock und – immerhin – einem Bikini denkbar schlecht angerüstet war. Das sah dann ungefähr so aus:

Links Or, mein Couchsurfing-Kontakt, daneben Karmel, und neben mir der, dessen Name ich mir nicht merken konnte und der so anstrengend wie winzig und gleichzeitig der Fahrer war und verantwortlich dafür, dass wir insgesamt sechs Stunden lang von der gleichen, immer lauteren mitgegrölten Beatles-CD begleitet in einem winzigen roten Auto durch die Berge gepest sind. Eine leicht absurde Situation, wenn man bedenkt, dass das Auto ein Armee-Dienstfahrzeug (und nicht für den privaten Gebrauch bestimmt) ist und dass im Kofferraum das Gewehr von Karmel lag, der im Ferienjob Feriencamps bewacht und am Abend in Netanja arbeiten musste. Beides habe ich erst am Ende der Tour erfahren, und das war auch gut so.
Zwar habe ich heute einen Höllen-Muskelkater, aber die Tour hat Spaß gemacht: Wir mussten erst ziemlich viel bergab steigen und zum Schluss natürlich auch wieder bergauf, was im unwegsamen, staubtrockenen Gelände mit profillosen Schuhen keine Freude ist. Das Flussbett war nicht völlig ausgetrocknet, so dass sich zwischendurch natürliche Pools mit eiskaltem Wasser gebildet hatten, in denen man schwimmen konnte. Das sah so aus:

Zum Schluss war mir so warm, dass sogar ich in das kalte Wasser gesprungen bin. Natürlich hat alles viel länger gedauert als geplant, da die Israelis immer so viel für Fotos posen. Statt der vom Parkwächter geschätzten vier haben wir dann mindestens fünf Stunden gebraucht. Ich war aber auch nicht ganz unschuldig, da ich nur langsam über die Felsen klettern konnte und außerdem ständig mit dem Kopf gegen dicht über dem Weg hängende Baumstämme und –äste gestoßen bin. Besonders der hibbelige Armeezwerg hatte daran seine Freude und meinte jedes Mal: „God blessed the small ones“. Nach einem Zwischenstopp bei McDonalds und in Netanja bin ich mit einem leichten Dachschaden und einem leichten Sonnenbrand ziemlich tot, aber zufrieden ins Bett gefallen, um am nächsten Morgen tatsächlich mal ins Büro zu gehen…
Am Montag habe ich deswegen wieder einen Strandtag eingelegt, bevor ich abends meine Couchsurfing-Premiere hatte. Und ich muss sagen, ich bin begeistert! Mit Or, einem Israeli aus Petah Tikvah, einem eingewachsenen Vorort von Tel Aviv, bin ich in einem winzigen Pub gelandet, in dem der Barmann mir einen Whiskey ausgegeben („I once had a German girlfriend, and she could drink like two men…“) und alle Neuankömmlinge persönlich begrüßt hat, gute Musik und zum Schluss sogar ‚Live-Karaoke’: Zwei Typen haben auf ihren Gitarren geschrammelt und wer wollte, konnte einen Liedtext greifen, sich vors Mikro stellen und selbst singen. Altbekanntes und israelisches bunt gemischt. Eine gute Sache, nette familiäre Atmosphäre und gut gelaunte Menschen… Schön!
Im Laufe des Abends hat sich herausgestellt, dass Or am nächsten Tag mit Freunden eine Tour zu den Golan-Höhen machen wollte, um dort – ja, was eigentlich? Ich habe verstanden: Eine Kanu-Tour zu machen. Ich wurde eingeladen und habe zugesagt, und erst am nächsten Morgen hat sich die vermeintliche Kanu-Tour als Wanderung durch ein ausgetrocknetes Flussbett in der Nähe des Sees Genezareth entpuppt. Naja, nicht weiter tragisch, nur dass ich mit Vans und einem Rock und – immerhin – einem Bikini denkbar schlecht angerüstet war. Das sah dann ungefähr so aus:

Links Or, mein Couchsurfing-Kontakt, daneben Karmel, und neben mir der, dessen Name ich mir nicht merken konnte und der so anstrengend wie winzig und gleichzeitig der Fahrer war und verantwortlich dafür, dass wir insgesamt sechs Stunden lang von der gleichen, immer lauteren mitgegrölten Beatles-CD begleitet in einem winzigen roten Auto durch die Berge gepest sind. Eine leicht absurde Situation, wenn man bedenkt, dass das Auto ein Armee-Dienstfahrzeug (und nicht für den privaten Gebrauch bestimmt) ist und dass im Kofferraum das Gewehr von Karmel lag, der im Ferienjob Feriencamps bewacht und am Abend in Netanja arbeiten musste. Beides habe ich erst am Ende der Tour erfahren, und das war auch gut so.
Zwar habe ich heute einen Höllen-Muskelkater, aber die Tour hat Spaß gemacht: Wir mussten erst ziemlich viel bergab steigen und zum Schluss natürlich auch wieder bergauf, was im unwegsamen, staubtrockenen Gelände mit profillosen Schuhen keine Freude ist. Das Flussbett war nicht völlig ausgetrocknet, so dass sich zwischendurch natürliche Pools mit eiskaltem Wasser gebildet hatten, in denen man schwimmen konnte. Das sah so aus:

Zum Schluss war mir so warm, dass sogar ich in das kalte Wasser gesprungen bin. Natürlich hat alles viel länger gedauert als geplant, da die Israelis immer so viel für Fotos posen. Statt der vom Parkwächter geschätzten vier haben wir dann mindestens fünf Stunden gebraucht. Ich war aber auch nicht ganz unschuldig, da ich nur langsam über die Felsen klettern konnte und außerdem ständig mit dem Kopf gegen dicht über dem Weg hängende Baumstämme und –äste gestoßen bin. Besonders der hibbelige Armeezwerg hatte daran seine Freude und meinte jedes Mal: „God blessed the small ones“. Nach einem Zwischenstopp bei McDonalds und in Netanja bin ich mit einem leichten Dachschaden und einem leichten Sonnenbrand ziemlich tot, aber zufrieden ins Bett gefallen, um am nächsten Morgen tatsächlich mal ins Büro zu gehen…
