Ma sä?
am Dienstag, 4. November 2008, 21:22 im Topic 'Israel'
Entschuldigt, dass ich mich so lange nicht gemeldet habe. Schön blöd, wenn man erst großspurig einen Blog ankündigt und dann nichts schreibt. Der Grund dafür: In der vergangenen Woche hat mein Hebräisch-Intensiv-Kurs begonnen, dessen Bezeichnung („intensiv“) ich für leicht untertrieben halte.
Der Kurs findet fünf Mal pro Woche von 8:15 bis 12:50 (Uhr mit einer halben Stunde Pause) an einer staatlich anerkannten Sprachschule mit anscheinend ziemlich gutem Ruf statt. Den ersten Tag habe ich leider verpasst, weil man mir bis zu diesem Zeitpunkt nicht gesagt hatte, dass der Kurs überhaupt existiert (Israel…). Am zweiten Tag war der Schreck erst mal groß: Die Klasse hatte schon ein Viertel des Alphabets gelernt, konnte schon einige Sätze sagen und vor allem: Die Lehrerin sprach – und spricht – in der Unterrichtsstunde ausschließlich Hebräisch. Im ersten Moment wollte ich fluchtartig den Klassenraum verlassen, aber da ich schon bezahlt hatte, bin ich sitzen geblieben und habe versucht, so viel wie möglich zu verstehen. Und angesichts der Tatsache, dass ich außer wenigen Wörtern gar kein Hebräisch konnte, wundert es mich schon, wie viel man durch Handzeichen, logisches Denken und viele Wiederholungen doch versteht. Ich habe also in den letzten Tagen viel Zeit damit verbracht, den Abstand aufzuholen und gleichzeitig die neuen Dinge zu lernen, denn natürlich ging es bisher im gleichen Tempo weiter. Nach einer knappen Woche Sprachschule sind wir jetzt schon in der Lage, das gesamte Alphabet (in Schreibschrift) zu lesen und zu schreiben, eine einfache Konversation zu führen und einige Verben zu konjugieren.
Wir, das sind: Etwa 15 Amerikaner, acht Franzosen und ein paar Zerquetschte (Schweden, Kanadier, Ukrainer, Russen, Ungaren, Italiener, Engländer, Belgier, Türken und meine Wenigkeit als einzige Deutsche). Die meisten sind unter dreißig und jüdische Einwanderer, die für den Rest ihres Lebens, zumindest aber für einige Jahre in Israel bleiben wollen. Und auch wenn Sarah, die Lehrerin, sich bemüht, jegliche Konversationen in anderen Sprachen zu unterbinden, herrscht in meinem Kopf ein ziemliches Durcheinander. Man unterhält sich ja doch manchmal, um Informationen auszutauschen, die über das hebräische Geplänkel à la "ich heiße, ich komme aus, ich wohne, ich spreche, ich trinke gerne Kaffee, morgen gehe ich in die Sprachschule..." hinausgehen.
Das alles ist wahnsinnig anstrengend, weil man die ganze Zeit hochkonzentriert sein muss, man wird nämlich ohne Vorwarnung aufgerufen, um vor der ganzen Klasse auf Hebräisch zu radebrechen. Das geht natürlich nur, wenn man das tägliche Pensum an Hausaufgaben und Nachbereitung (mindestens eine, eher zwei Stunden) auch einhält. Leider merke ich jetzt schon, dass mein Gehirn so langsam gesättigt ist… Aber es macht gleichzeitig riesig Spaß und das ist der Grund, warum ich weiterhin so motiviert bin und jetzt an den Küchentisch zurückkehren muss, um den restlichen Teil der Hausaufgaben zu erledigen…
Der Kurs findet fünf Mal pro Woche von 8:15 bis 12:50 (Uhr mit einer halben Stunde Pause) an einer staatlich anerkannten Sprachschule mit anscheinend ziemlich gutem Ruf statt. Den ersten Tag habe ich leider verpasst, weil man mir bis zu diesem Zeitpunkt nicht gesagt hatte, dass der Kurs überhaupt existiert (Israel…). Am zweiten Tag war der Schreck erst mal groß: Die Klasse hatte schon ein Viertel des Alphabets gelernt, konnte schon einige Sätze sagen und vor allem: Die Lehrerin sprach – und spricht – in der Unterrichtsstunde ausschließlich Hebräisch. Im ersten Moment wollte ich fluchtartig den Klassenraum verlassen, aber da ich schon bezahlt hatte, bin ich sitzen geblieben und habe versucht, so viel wie möglich zu verstehen. Und angesichts der Tatsache, dass ich außer wenigen Wörtern gar kein Hebräisch konnte, wundert es mich schon, wie viel man durch Handzeichen, logisches Denken und viele Wiederholungen doch versteht. Ich habe also in den letzten Tagen viel Zeit damit verbracht, den Abstand aufzuholen und gleichzeitig die neuen Dinge zu lernen, denn natürlich ging es bisher im gleichen Tempo weiter. Nach einer knappen Woche Sprachschule sind wir jetzt schon in der Lage, das gesamte Alphabet (in Schreibschrift) zu lesen und zu schreiben, eine einfache Konversation zu führen und einige Verben zu konjugieren.
Wir, das sind: Etwa 15 Amerikaner, acht Franzosen und ein paar Zerquetschte (Schweden, Kanadier, Ukrainer, Russen, Ungaren, Italiener, Engländer, Belgier, Türken und meine Wenigkeit als einzige Deutsche). Die meisten sind unter dreißig und jüdische Einwanderer, die für den Rest ihres Lebens, zumindest aber für einige Jahre in Israel bleiben wollen. Und auch wenn Sarah, die Lehrerin, sich bemüht, jegliche Konversationen in anderen Sprachen zu unterbinden, herrscht in meinem Kopf ein ziemliches Durcheinander. Man unterhält sich ja doch manchmal, um Informationen auszutauschen, die über das hebräische Geplänkel à la "ich heiße, ich komme aus, ich wohne, ich spreche, ich trinke gerne Kaffee, morgen gehe ich in die Sprachschule..." hinausgehen.
Das alles ist wahnsinnig anstrengend, weil man die ganze Zeit hochkonzentriert sein muss, man wird nämlich ohne Vorwarnung aufgerufen, um vor der ganzen Klasse auf Hebräisch zu radebrechen. Das geht natürlich nur, wenn man das tägliche Pensum an Hausaufgaben und Nachbereitung (mindestens eine, eher zwei Stunden) auch einhält. Leider merke ich jetzt schon, dass mein Gehirn so langsam gesättigt ist… Aber es macht gleichzeitig riesig Spaß und das ist der Grund, warum ich weiterhin so motiviert bin und jetzt an den Küchentisch zurückkehren muss, um den restlichen Teil der Hausaufgaben zu erledigen…
papa droege,
Mittwoch, 5. November 2008, 19:14
Kopf hoch - Du schaffst das schon ... und ich bin - ehrlich gesagt - froh, nicht in Deiner Haut zu stecken und so zu pauken. Der Gedanke an die Umgebungsbedingungen, z. B. die 26 bis 28 Grad und Sonnenschein, sind mir da schon ent-
schieden sympathischer; trotzdem: bewahr' Dir Deine Begeisterung, alles Gute!
schieden sympathischer; trotzdem: bewahr' Dir Deine Begeisterung, alles Gute!
