Umzug, der erste...
am Mittwoch, 12. November 2008, 16:05 im Topic 'Israel'
Da ich das Unmögliche geschafft und mir im immer noch T-Shirt-warmen Israel eine Blasenentzündung geholt habe und deswegen mit einer Tasse Kamillentee im Bett sitze, habe ich ein noch mal ein bisschen Zeit für Berichte von hier. Auch, wenn eigentlich nicht so viel passiert ist. Ich habe mich ziemlich schnell in einen ziemlich strammen Alltagstrott bugsiert und werde mir bald selbst in den Hintern treten müssen, um loszufahren und das Land (und natürlich auch Tel Aviv) zu erkunden.
Von meinem Praktikum gibt es noch nicht so viel zu berichten. Die Büromannschaft besteht aus zwei Männern (der Chef Israeli, der Stellvertreter Deutscher, der aber schon mehr als der Hälfte seines Lebens in Israel lebt) und derzeit vier Frauen (eine Deutsche, die frisch zu ihrem israelischen Freund gezogen ist, einer Schweizerin, die schon seit 30 Jahren hier lebt und zwei Israelinnen). Die Atmosphäre ist extrem locker und familiär, es wird viel gelacht, fast noch mehr gelästert und manchmal gestritten, vor allem, wenn es um die letzten noch verbliebenen Schokoladenvorräte geht. Die schlimmste Anschuldigung, die mir bisher zu Ohren gekommen ist, lautete dementsprechend „Du hast bestimmt meine Trauben-Nuss-Schokolade gegessen, und das ist meine Lieblingssorte!!!“. War übrigens nicht an mich gerichtet. Zusätzlich zur eigentlichen Besetzung werden auch schon mal Kinder und Hunde mit ins Büro gebracht.
So abwechselungsreich das Arbeitsumfeld, so wenig spektakulär waren bisher meine Aufgaben. Die bestanden nämlich vor allem aus Umzugskartons packen packen packen, weil das gesamte Büro von Ramat Gan, eigentlich einem Vorort von Tel Aviv (vergleichbar mit Spandau als Vorort von Berlin…) direkt an den Strand und damit in eine ziemlich repräsentative Gegend gezogen ist. Als ich das erste Mal das neue Büro im 9. Stock betreten habe, hatte ich diesen Ausblick:

(Man beachte das Meer im Fenster) Genial: Wenn man sich beim Telefonieren mal wieder in einer ewig langen Warteschleife verwickelt hat, kann man Böötchen oder Kite-Surfer beobachten, und an fast jeden Tag gibt es einen wunderschönen Sonnenuntergang zu bestaunen. Aus dem ‚Sündenzimmer’ des Chefs, das so heißt, weil dort inoffiziell geraucht werden darf, hat man außerdem den direkten Blick auf den Glockenturm von Jaffa. Der Nachteil liegt auf der Hand: Schwindende Arbeitsmotivation und die steigende Lust, sich an den Strand zu legen bei dieser Aussicht.

Nochmal zu meinen Aufgaben: Nachdem wir mittlerweile die meisten Kartons wieder ausgepackt haben, darf ich jetzt mehr schriftliche Anfragen beantworten und tobe mich seit letzter Woche sogar am Telefon aus, um Termine für israelische Firmen auf einer Messe in Deutschland zu organisieren (da macht sich doch noch einmal meine Callcenter-Erfahrung bezahlt). Höhepunkte waren bisher eine Konferenz zum „Sustainable Environmental Development in Israel and Baden-Württemberg) inklusive Essen im Hotel, bei dem das 5-Gänge-Menü wesentlich erwähnenswerter war als die Tischrede von Ministerpräsident Oettinger. Außerdem ein Ausflug zu SAP Israel, die sich eine knappe Autostunde von Tel Aviv entfernt angesiedelt haben. Dorthin habe ich einen Geschäftsmann aus Thüringen begleitet und war auch dafür zuständig, dass er anschließend wieder sicher in seinem Hotel gelandet ist. Nebenbei habe ich einen interessanten Einblick in die Arbeit von SAP in Israel, vor allem aber über (kulturelle) Gemeinsamkeiten und Unterschiede der israelischen und deutschen Business-Welt aus Sicht des Unternehmens erhalten. Und zwar von beeindruckenden, ebenso kompetenten wie sympathischen SAP-Mitarbeitern.
Bis Ende November läuft ja noch der Sprachkurs und ich gehe nur halbtags zur Arbeit, deswegen ist das Resumée meines Praktikums hier schon am Ende angelangt. A propos Sprachkurs, da fallen mir gerade meine wieder unglaublich vielen Hausaufgaben ein, die ich noch erledigen muss :-(
Von meinem Praktikum gibt es noch nicht so viel zu berichten. Die Büromannschaft besteht aus zwei Männern (der Chef Israeli, der Stellvertreter Deutscher, der aber schon mehr als der Hälfte seines Lebens in Israel lebt) und derzeit vier Frauen (eine Deutsche, die frisch zu ihrem israelischen Freund gezogen ist, einer Schweizerin, die schon seit 30 Jahren hier lebt und zwei Israelinnen). Die Atmosphäre ist extrem locker und familiär, es wird viel gelacht, fast noch mehr gelästert und manchmal gestritten, vor allem, wenn es um die letzten noch verbliebenen Schokoladenvorräte geht. Die schlimmste Anschuldigung, die mir bisher zu Ohren gekommen ist, lautete dementsprechend „Du hast bestimmt meine Trauben-Nuss-Schokolade gegessen, und das ist meine Lieblingssorte!!!“. War übrigens nicht an mich gerichtet. Zusätzlich zur eigentlichen Besetzung werden auch schon mal Kinder und Hunde mit ins Büro gebracht.
So abwechselungsreich das Arbeitsumfeld, so wenig spektakulär waren bisher meine Aufgaben. Die bestanden nämlich vor allem aus Umzugskartons packen packen packen, weil das gesamte Büro von Ramat Gan, eigentlich einem Vorort von Tel Aviv (vergleichbar mit Spandau als Vorort von Berlin…) direkt an den Strand und damit in eine ziemlich repräsentative Gegend gezogen ist. Als ich das erste Mal das neue Büro im 9. Stock betreten habe, hatte ich diesen Ausblick:

(Man beachte das Meer im Fenster) Genial: Wenn man sich beim Telefonieren mal wieder in einer ewig langen Warteschleife verwickelt hat, kann man Böötchen oder Kite-Surfer beobachten, und an fast jeden Tag gibt es einen wunderschönen Sonnenuntergang zu bestaunen. Aus dem ‚Sündenzimmer’ des Chefs, das so heißt, weil dort inoffiziell geraucht werden darf, hat man außerdem den direkten Blick auf den Glockenturm von Jaffa. Der Nachteil liegt auf der Hand: Schwindende Arbeitsmotivation und die steigende Lust, sich an den Strand zu legen bei dieser Aussicht.

Nochmal zu meinen Aufgaben: Nachdem wir mittlerweile die meisten Kartons wieder ausgepackt haben, darf ich jetzt mehr schriftliche Anfragen beantworten und tobe mich seit letzter Woche sogar am Telefon aus, um Termine für israelische Firmen auf einer Messe in Deutschland zu organisieren (da macht sich doch noch einmal meine Callcenter-Erfahrung bezahlt). Höhepunkte waren bisher eine Konferenz zum „Sustainable Environmental Development in Israel and Baden-Württemberg) inklusive Essen im Hotel, bei dem das 5-Gänge-Menü wesentlich erwähnenswerter war als die Tischrede von Ministerpräsident Oettinger. Außerdem ein Ausflug zu SAP Israel, die sich eine knappe Autostunde von Tel Aviv entfernt angesiedelt haben. Dorthin habe ich einen Geschäftsmann aus Thüringen begleitet und war auch dafür zuständig, dass er anschließend wieder sicher in seinem Hotel gelandet ist. Nebenbei habe ich einen interessanten Einblick in die Arbeit von SAP in Israel, vor allem aber über (kulturelle) Gemeinsamkeiten und Unterschiede der israelischen und deutschen Business-Welt aus Sicht des Unternehmens erhalten. Und zwar von beeindruckenden, ebenso kompetenten wie sympathischen SAP-Mitarbeitern.
Bis Ende November läuft ja noch der Sprachkurs und ich gehe nur halbtags zur Arbeit, deswegen ist das Resumée meines Praktikums hier schon am Ende angelangt. A propos Sprachkurs, da fallen mir gerade meine wieder unglaublich vielen Hausaufgaben ein, die ich noch erledigen muss :-(
hierunddort,
Donnerstag, 13. November 2008, 23:03
und heute noch der zweite umzug ;) mannmannmann.
du, ick freu mich riesig. alles gebucht und eingetütet. lg
du, ick freu mich riesig. alles gebucht und eingetütet. lg
hierunddort,
Sonntag, 16. November 2008, 14:06
yeah!
kennst du das arte-projekt hier: http://gaza-sderot.arte.tv/ ? da stellen sie immer in kurzen episoden das leben in gaza und sderot gegenüber. sehr gute sache. braucht ein bissel lange, um abzuspielen, aber vielleicht hast du ja richtig schnelles internet?! lg
kennst du das arte-projekt hier: http://gaza-sderot.arte.tv/ ? da stellen sie immer in kurzen episoden das leben in gaza und sderot gegenüber. sehr gute sache. braucht ein bissel lange, um abzuspielen, aber vielleicht hast du ja richtig schnelles internet?! lg
