Update
am Samstag, 20. Dezember 2008, 17:52 im Topic 'Israel'
Seit Uli weg ist, herrscht hier tote Hose ;-) Nein, ganz so schlimm ist es natürlich nicht, aber in der letzten Woche ist eher wenig passiert. Ich kann ja auch nicht immer unterwegs sein, sondern muss meine Pflichten erfüllen… Neu ist, dass ich jetzt zwei neue Mitbewohner habe. Der eine, Frank, ist schon vor zwei Wochen eingezogen, ist fast fertig mit seinem Jura-Studium und hat hier seine Wahlstation in einer Kanzlei, die sich vor allem mit Wirtschafts- und Staatsangehörigkeitsrecht beschäftigt, so wie ich das verstanden habe. Der andere, Markus, ist erst vorgestern angekommen, macht ein Praktikum bei der Heinrich-Böll-Stiftung und studiert Politikwissenschaft, Theologie und Philosophie in Tübingen. Jetzt haben wir hier einen Ostberliner, eine Westdeutsche und einen Schwaben friedlich in einer WG in Israel vereinigt, ist das nicht schön? Spaß beiseite, die beiden sind sehr umgänglich, mit Frank war ich schon ein paar Mal unterwegs und gestern Nacht haben wir zu dritt das Ende eines netten Abends auf unserer wunderbaren Dachterrasse begossen, von der ich noch unbedingt noch ein Foto machen muss.
Heute bin ich dann mit Frank ins Tel Aviv Museum of Art gegangen, weil das Wetter museumsreif grau war und ich außerdem das Gefühl bekomme, dass ich hier noch ein bisschen Kulturprogramm machen muss, bevor ich in knapp einem Monat schon wieder weg bin. Das Museum besitzt eine ziemlich große und vielfältige Sammlung, natürlich eine Menge klassische Gemälde von den ganzen Impressionisten und Expressionisten (Susanne, vergib mir!) wie Picasso, Matisse, Ernst, Chagall und wie sie noch so alle heißen, aber auch sehr viel israelische Kunst. Und, für alle Siegener: Ich habe sogar ein Gemälde von Peter Paul Rubens entdeckt! Am interessantesten fand ich die israelische Kunst: Neben Zeichnungen und Gemälden auch viele Schwarz-Weiß-Fotografien und einige Videoinstallationen. Die meisten Künstler haben sich in ihren Werken in irgendeiner Weise mit sich selbst und mit dem Staat Israel und dessen Entstehung auseinandergesetzt, und so ein starker Bezug auf eine Identität ist mir in noch keiner anderen Ausstellung, in Deutschland oder wo auch immer, aufgefallen. Das kann natürlich von den Kuratoren so bezweckt sein, aber mein Eindruck ist eher, dass die israelische und/oder jüdische Identität für viele - die meisten? - Menschen hier tatsächlich extrem wichtig ist, was sich anscheinend auch in der Kunst widerspiegelt. Wieder mal eine interessante Entdeckung. War das jetzt zu verworren?
Für Weihnachten habe ich noch immer keine Pläne: Ursprünglich hatte ich ja vor, nach Bethlehem zu fahren, daraus wird wahrscheinlich nichts, weil ich mir ja Urlaub nehmen müsste und den lieber für einen anderen Ausflug verwenden würde. Also werde ich wahrscheinlich zu einer deutschen Bekannten gehen, die hier mit ihrem israelischen Freund wohnt, ein großes Abendessen für einige Freunde kocht und mich dazu eingeladen hat. Das wird vielleicht komisch, vielleicht aber auch ganz nett, weil dann niemand eine große Sache daraus macht, dass Weihnachten ist. Wie auch immer, ich wird’s euch erzählen…
Heute bin ich dann mit Frank ins Tel Aviv Museum of Art gegangen, weil das Wetter museumsreif grau war und ich außerdem das Gefühl bekomme, dass ich hier noch ein bisschen Kulturprogramm machen muss, bevor ich in knapp einem Monat schon wieder weg bin. Das Museum besitzt eine ziemlich große und vielfältige Sammlung, natürlich eine Menge klassische Gemälde von den ganzen Impressionisten und Expressionisten (Susanne, vergib mir!) wie Picasso, Matisse, Ernst, Chagall und wie sie noch so alle heißen, aber auch sehr viel israelische Kunst. Und, für alle Siegener: Ich habe sogar ein Gemälde von Peter Paul Rubens entdeckt! Am interessantesten fand ich die israelische Kunst: Neben Zeichnungen und Gemälden auch viele Schwarz-Weiß-Fotografien und einige Videoinstallationen. Die meisten Künstler haben sich in ihren Werken in irgendeiner Weise mit sich selbst und mit dem Staat Israel und dessen Entstehung auseinandergesetzt, und so ein starker Bezug auf eine Identität ist mir in noch keiner anderen Ausstellung, in Deutschland oder wo auch immer, aufgefallen. Das kann natürlich von den Kuratoren so bezweckt sein, aber mein Eindruck ist eher, dass die israelische und/oder jüdische Identität für viele - die meisten? - Menschen hier tatsächlich extrem wichtig ist, was sich anscheinend auch in der Kunst widerspiegelt. Wieder mal eine interessante Entdeckung. War das jetzt zu verworren?
Für Weihnachten habe ich noch immer keine Pläne: Ursprünglich hatte ich ja vor, nach Bethlehem zu fahren, daraus wird wahrscheinlich nichts, weil ich mir ja Urlaub nehmen müsste und den lieber für einen anderen Ausflug verwenden würde. Also werde ich wahrscheinlich zu einer deutschen Bekannten gehen, die hier mit ihrem israelischen Freund wohnt, ein großes Abendessen für einige Freunde kocht und mich dazu eingeladen hat. Das wird vielleicht komisch, vielleicht aber auch ganz nett, weil dann niemand eine große Sache daraus macht, dass Weihnachten ist. Wie auch immer, ich wird’s euch erzählen…
