Wieder gut
am Montag, 9. März 2009, 02:02 im Topic 'Mittelamerika'
So, das Loch scheint ueberwunden. Ich befinde mich einer echt netten Stadt, in einem Luxus-Hostel (kostet zwar 6 Dollar pro Nacht, ist aber ziemlich sauber (vor allem die Kueche), mit vielen Sitz- und Liegemoeglichkeiten in Schaukelstuehlen und Haengematte, einem winzogen Pool, der angeblich seit drei Tagen gefuelllt wird inklusive einer daneben im Gebuesch wohnenden Schildkroete und die einzigen Mankos sind, dass ein paar zu viele Deutsche hier herumspringen und dass in meinem Zimmer nur Freaks wohnen, die auch gerne Mal Liegestuetzen machen, wenn man den Raum betritt (ein Israeli) oder im Zimmer Fussball spielen (drei Englaender), und dass der Billardtisch und der Fernseher ein bisschen zu viel Gedoens sind). Und natuerlich habe ich hier eine mir eher unsympathische Schweizerin und Zohar, die Israelin, von Utila wieder getroffen... Das Hostel ist ziemlich auf Oeko gemacht, von meinem Geld geht ein Teil an irgendein Baum-Projekt und ueber den Waschbecken haengt ein Schild, das sagt, dass, waehrend das Wasser fliesst, ein Mangobaum bewaessert wird. Ob die Fruechte dann wohl nach Zahnpasta schmecken?!
Ich habe heute erst mal geschlafen wie ein Baby (ungefaehr von 10 bis 8, das tat gut), mir dann Fruehstueck gemacht und bin schon dabei so in Schweiss geraten, dass ich direkt wieder haette duschen koennen. Nach eim bisschen Ausruhen habe ich mir Leon angeschaut, die Stadt mit den meisten barocken Kirchen in Nicaragua und waehrend der Revolution in den 70ern Ort heftiger Gefechte. Die Kathedrale im Zentrum der Stadt ist ziemlich beeindruckend, angeblich wurde sie von einem guatemalischen Architekten fuer Lima geplant, und dann wurden aus Versehen die Plaene vertauscht und die Kathedrale steht nun, ein bisschen ueberdimensional, in Leon.
Die Stadt ist sehr nett, mit vielen bunten Haeusern, aber etwas verfallener und schmutziger als vergleichbare Staedte in Mexiko oder Guatemala. Und auch die Stromleitungen sehen irgendwie anders aus:
Da heute Sonntag war, war es insgesamt sehr ruhig, die meisten Laeden und Cafes waren geschlossen, was uebrigens bisher in allen anderen Laendern anders war. Was mich ein bisschen an Oaxaca und San Cristobal erinnert, sind die vielen politischen Sprueche und Graffitis, die man auf Plakaten und Waenden sieht. Interessant. Ich fuehle mich bisher nicht unsicherer als in Guatemala und etwas sicherer als in Honduras. Es gab bloss einen Zwischenfall: Als ich weitgehend alleine eine Strasse entlang gegangen bin, kam mir ein etwa zwoelfjaehriger Junge entgegen, der, als er mich gesehen hat, anfing zu taumeln und mit Blick auf die Wasserflasche in meiner Hand meinte, "ich will Wasser" oder so, und gleichzeitig versuchte, mit der anderen Hand meine Tasche zu schnappen. Er hat sich aber echt doof angestellt und vor allem konnte ich ihm schon zehn Meter vorher ansehen, dass er was voratte, und so bin ich ihm einfach ausgewichen und habe ganz laut irgendetwas (auf Englisch?!) zu ihm gesagt. Wir beide sind dann, in entgegengesetzte Richtungen, weitergegangen und als ich zurueck geblickt hab, konnte ich sehen, wie der Typ von einem Wachmann, der ein paar Haeuser weiter vor einer Bank gestanden hatte, ausgeschimpft wurde. Hihi.
Obwol es mir hier ganz gut gefaellt, werde ich morgen wahrscheinlich fuer zwei Tage an die Pazifik-Kueste fahren, und dann am Mittwoch Nachmittag zurueck kommen, um am Donnerstag frueh morgens auf eine 1 1/2-taegige Wandertour zu einem Vulkan zu gehen. Und dann kann ich mir Freitags nachmittags Leon nochmal mit offenen Geschaeften anschauen. Da ich mich mittlerweile damit abgefunden habe, dass ich fuer (das ohnehin extrem teure) Costa Rica wahrscheinlich gar keine Zeit mehr uebrig haben werde, kann ich nun alles ein bisschen ruhiger angehen lassen. Fortsetzung folgt...
Ich habe heute erst mal geschlafen wie ein Baby (ungefaehr von 10 bis 8, das tat gut), mir dann Fruehstueck gemacht und bin schon dabei so in Schweiss geraten, dass ich direkt wieder haette duschen koennen. Nach eim bisschen Ausruhen habe ich mir Leon angeschaut, die Stadt mit den meisten barocken Kirchen in Nicaragua und waehrend der Revolution in den 70ern Ort heftiger Gefechte. Die Kathedrale im Zentrum der Stadt ist ziemlich beeindruckend, angeblich wurde sie von einem guatemalischen Architekten fuer Lima geplant, und dann wurden aus Versehen die Plaene vertauscht und die Kathedrale steht nun, ein bisschen ueberdimensional, in Leon.
Die Stadt ist sehr nett, mit vielen bunten Haeusern, aber etwas verfallener und schmutziger als vergleichbare Staedte in Mexiko oder Guatemala. Und auch die Stromleitungen sehen irgendwie anders aus:
Da heute Sonntag war, war es insgesamt sehr ruhig, die meisten Laeden und Cafes waren geschlossen, was uebrigens bisher in allen anderen Laendern anders war. Was mich ein bisschen an Oaxaca und San Cristobal erinnert, sind die vielen politischen Sprueche und Graffitis, die man auf Plakaten und Waenden sieht. Interessant. Ich fuehle mich bisher nicht unsicherer als in Guatemala und etwas sicherer als in Honduras. Es gab bloss einen Zwischenfall: Als ich weitgehend alleine eine Strasse entlang gegangen bin, kam mir ein etwa zwoelfjaehriger Junge entgegen, der, als er mich gesehen hat, anfing zu taumeln und mit Blick auf die Wasserflasche in meiner Hand meinte, "ich will Wasser" oder so, und gleichzeitig versuchte, mit der anderen Hand meine Tasche zu schnappen. Er hat sich aber echt doof angestellt und vor allem konnte ich ihm schon zehn Meter vorher ansehen, dass er was voratte, und so bin ich ihm einfach ausgewichen und habe ganz laut irgendetwas (auf Englisch?!) zu ihm gesagt. Wir beide sind dann, in entgegengesetzte Richtungen, weitergegangen und als ich zurueck geblickt hab, konnte ich sehen, wie der Typ von einem Wachmann, der ein paar Haeuser weiter vor einer Bank gestanden hatte, ausgeschimpft wurde. Hihi.
Obwol es mir hier ganz gut gefaellt, werde ich morgen wahrscheinlich fuer zwei Tage an die Pazifik-Kueste fahren, und dann am Mittwoch Nachmittag zurueck kommen, um am Donnerstag frueh morgens auf eine 1 1/2-taegige Wandertour zu einem Vulkan zu gehen. Und dann kann ich mir Freitags nachmittags Leon nochmal mit offenen Geschaeften anschauen. Da ich mich mittlerweile damit abgefunden habe, dass ich fuer (das ohnehin extrem teure) Costa Rica wahrscheinlich gar keine Zeit mehr uebrig haben werde, kann ich nun alles ein bisschen ruhiger angehen lassen. Fortsetzung folgt...
papa droege,
Montag, 9. März 2009, 14:54
Hallo Jule, wahrscheinlich kann Dich vor allem nach den Erlebnissen der letzten Tage/Stationen/Etappen so gut wie nichts mehr erschüttern. Wenn man Deine lebhaften Berichte liest, hält man unwillkürlich gelegentlich die Luft an(siehe z. B. Taxiausstieg). Hoffentlich hast Du in den drei noch anstehenden Wochen auch einige ruhige und eher erholsame Tage, so daß Du zwar voller spannender Eindrücke aber nicht völlig "erschossen" irgendwann den Rückflug in unsere Zivilisation antrittst. Bewahr Dir bis dahin Deine Begeisterung und Berichtsfreudigkeit - wir warten weiter drauf. Alles Gute!
hierunddort,
Dienstag, 10. März 2009, 13:42
na, hast du es denn an den strand geschafft? ;) gaaanz lg u
