Urlaub vom Urlaub
am Montag, 23. März 2009, 02:57 im Topic 'Mittelamerika'
Sooo, schon wieder sind ein paar Tage ins Land gezogen und meine letzte Woche ist schon in vollem Gange. Am meinem letzten Abend in Granada habe ich mit Anna (die Deutsche aus meinem Hostel) und einem Kalifornier, dessen Namen ich gerade vergessen hab, von einem Kirchturm aus einen tollen Sonnenuntergang ueber der Stadt beobachtet, anschliessend sind wir in die Stadt gegangen, um den Saint Patrick's Day zu feiern (irgendeinen irischen Feirtag, an dem sich alle gruen anziehen muessen). War aber nichts besonderes los, und Granada hat anscheinend keine wirklich netten Kneipen. Und so bin ich am naechsten Morgen zeitig los zum Bus, um nach Ometepe zu fahren. Dort hat sich ein lustiger Zufall zugetragen, der dazu gefuehrt hat, dass ich in den letzten Tagen ein bisschen Urlaub vom Urlaub hatte, und das kam so: Nach der Ankunft der kleinen Faehre auf Ometepe haben sich so gut wie alle anderen Touristen, die nicht am Ankunftsort in Moyogalpa bleiben wollten, ein Taxi genommen, um an ihre Zielorte zu fahren. Ich nicht, weil die einen dort alle uebers Ohr hauen (Konkurrenzmangel). Im Bus sass auf dem Sitz vor mir nur noch ein anderer Tourist, und wie es so ist, man kommt ins Gespraech (Er: Where are you from? - Ich: Germany - Er: Ja, dann koennen wir ja auch Deutsch reden. Von wo genau kommst du her? - Ich: Ich studiere in Berlin, komme aber aus einem kleinen Dorf in Westdeutschland - Er: Wo denn? - Ich: Kennst du eh nicht, liegt ungefaehr zwischen Koeln und Frankfurt - Er: Naja, da komm ich auch ungefaehr her. Kennst du Siegen...?). Das war dann der Punkt, an dem ich erst die Augen aufgerissen und dann angefangen zu lachen hab, denn der Typ, Thilo, kommt aus Hilchenbach und kennt natuerlich auch Wilnsdorf. Koennt ihr auch vorstellen, wie absurd es ist, auf einer kleinen Vulkaninsel mitten in Nicaragua, in einem klappernden und schaukelnden Chicken-Bus, sich ueber Leute und Musik im Meyers zu unterhalten (sorry, Berliner Leser!) ??!! Da wir den gleichen Bestimmungsort auf Ometepe hatten, sind wir zusammen ausgestiegen und auch am naechsten Tag gemeinsam unterwegs gewesen, dann allerdings in Gesellschaft von Thilos spanischem derzeit in Managua lebenden Freund, der auf die Insel nachgekommen war. Das Kaff, das wir uns ausgesucht hatten, bestand im Prinzip aus drei Unterkuenften (ein Lusxus-, ein Mittelklasseschuppen und unser Hostel) und ein paar Huetten. Kein Supermarkt, kein Internet, und schon gar kein Museum etc.. So blieb nicht viel anderes zu tun als im Nicaragua-See zu schwimmen (spaeter meinte David, der Spanier, der Nicaragua-See sei der einzige Suesswasser-See der Welt, in dem kleine Haie leben...), ein bisschen ueber die Insel zu spazieren und zu essen. Auf einer Wanderung rund um eine Lagune haben wir ganz viele Affenfamilien und diesen Vogel mit der abstehenden Feder auf dem Kopf gesehen, der der Nationalvogel von Nicaragua und extrem selten ist:

Eigentlich wollte ich nach zwei Tagen weiter in ein anderes Dorf, um von dort aus einen der beiden Vulkane zu besteigen. Aber: Die beiden Jungs haben mich eingeladen mit nach San Juan del Sur zu kommen (da wollte ich eh anschliessend hin) und am naechsten Tag auf eine Party von einem befreundeten franzoesischen Paerchen und einer Nicaraguanerin an einem einsamen Strand (Playa de Coco) neben San Juan. Von diesem Strand hatte ich auch schon gehoert, und da David mit einem Auto unterwegs war, hat sich das natuerlich angeboten ;-) Also haben wir am naechsten Tag noch seine Freundin, Amparo, aufgesammelt und sind zu viert nach San Juan del Sur gefahren. Dort gibt es eigentlich nichts besonderes, ausser Surf-Shops und eisig (!!!!) kaltem Wasser, das angeblich so kalt ist, weil irgendwelche Winde vom Nicaragua-See dorthin ziehen. Die Surfer sind nur in Neopren-Anzuegen unterwegs und wenn man sich ins Wasser wagt, sollte man spaetestens nach fuenf Minuten wieder raus, weil sonst die Beine abfrieren. Wenn man es ueberhaupt so lange schafft.
Am naechsten Tag haben wir noch fuer die Party eingekauft und sind dann in einer Stunde die 20 Kilometer lange unbefestigte Strasse zum Playa de Coco gefahren. Dort hat sich uns das folgende Bild geboten:

Die Berge, die ihr ganz schwach im Hintergrund erkennen koennt, gehoeren uebrigens schon zu Costa Rica. Also, ein super Strand, an dem wir Beachball spielen, mal wieder einen tollen Sonnenuntergang anschauen konnten und an dem spaeter Lagerfeuer gemacht und Gitarre gespielt wurde.

Den Grund der Party haben weder Thilo noch ich so ganz verstanden, aber das hier habe ich aus den spanischen Erklaerungen und den Uebersetzungsversuchen ins Deutsche geschlussfolgert: Der weibliche Teil des franzoesischen Paerchens hat ein halbes Jahr lang Praktikum in Managua gemacht und ihr Lebensgefaehrte ist ein Lebenskuenstler oder so und ist mitgekommen. Und da naechste Woche der Rueckflug ansteht, haben sie ein Haus am Strand gemietet und ihre Abschiedsparty veranstaltet. Ausserdem hatte das Maedel Geburtstag, genau wie eine Nicaraguanerin, die ebenfalls eingeladen hatte. Die Gaeste waren: Nicaraguaner, Franzosen, ein Suedafrikaner, ein paar Amerikaner, ein Mexikaner (?) und wir Spanier und Deutschen. Eine ziemlich bunte Truppe, verwirrend und interessant. Es wurde lecker Fisch gegrillt, ich habe gelernt, wie man Krabben pult, es gab gute Salate und anschliessend ist ziemlich viel nicaraguanischer Rum geflossen. Da zu wenig Betten zur Verfuegung standen, diverse Couches und meine Haengematte, die ich vorsorglich noch im Hellen aufgehaengt hatte, belegt war, haben David und Amparo, die ein Bett erwischt hatten, Thilo und mir ihre Schlafsaecke geliehen, und wir haben es uns am Strand bequem gemacht. Naja, so bequem das eben ist, auf dem gehaertetem Sandboden und mit viel Wind, der einem die Sandkoerner ins Gesicht weht, so dass man morgens ziemlich braun und knirschend aufwacht... Aber der Sternenhimmel war toll und hat mich zumindest ein bisschen entschaedigt. Insgesamt ein paar unverhoffte, aber schoene Tage: Immerhin war ich mit netten und extrem gastfreundlichen Menschen zusammen, habe es an einen Strand geschafft, den man mit oeffentlichen Verkehrsmitteln nicht erreicht, und habe einen Einblick in die nicarguanische Feierkultur bekommen, auch wenn das, was ich gesehen habe, sicherlich nicht dem landestypischen Standard entspricht - und natuerlich ohnehin ziemlich international war. Und auf jeden Fall mal eine Abwechselung zum bisherigen Backpacker-Reisen.
Eigentlich wollte ich haute wieder zurueck nach Ometepe und den Vulkan besteigen, aber mir ging es heute morgen nicht so gut und die Schifffahrt haette ich sicherlich nicht ueberstanden. So wurde ich in San Juan del Sur abgesetzt, wo ich heute noch ein bisschen entspannt habe und von wo ich morgen oder spaetestens uebermorgen weiter nach Costa Rica fahren werde. Wo dann meine Reise in nicht mehr fuenf Tagen enden wird...

Eigentlich wollte ich nach zwei Tagen weiter in ein anderes Dorf, um von dort aus einen der beiden Vulkane zu besteigen. Aber: Die beiden Jungs haben mich eingeladen mit nach San Juan del Sur zu kommen (da wollte ich eh anschliessend hin) und am naechsten Tag auf eine Party von einem befreundeten franzoesischen Paerchen und einer Nicaraguanerin an einem einsamen Strand (Playa de Coco) neben San Juan. Von diesem Strand hatte ich auch schon gehoert, und da David mit einem Auto unterwegs war, hat sich das natuerlich angeboten ;-) Also haben wir am naechsten Tag noch seine Freundin, Amparo, aufgesammelt und sind zu viert nach San Juan del Sur gefahren. Dort gibt es eigentlich nichts besonderes, ausser Surf-Shops und eisig (!!!!) kaltem Wasser, das angeblich so kalt ist, weil irgendwelche Winde vom Nicaragua-See dorthin ziehen. Die Surfer sind nur in Neopren-Anzuegen unterwegs und wenn man sich ins Wasser wagt, sollte man spaetestens nach fuenf Minuten wieder raus, weil sonst die Beine abfrieren. Wenn man es ueberhaupt so lange schafft.
Am naechsten Tag haben wir noch fuer die Party eingekauft und sind dann in einer Stunde die 20 Kilometer lange unbefestigte Strasse zum Playa de Coco gefahren. Dort hat sich uns das folgende Bild geboten:

Die Berge, die ihr ganz schwach im Hintergrund erkennen koennt, gehoeren uebrigens schon zu Costa Rica. Also, ein super Strand, an dem wir Beachball spielen, mal wieder einen tollen Sonnenuntergang anschauen konnten und an dem spaeter Lagerfeuer gemacht und Gitarre gespielt wurde.

Den Grund der Party haben weder Thilo noch ich so ganz verstanden, aber das hier habe ich aus den spanischen Erklaerungen und den Uebersetzungsversuchen ins Deutsche geschlussfolgert: Der weibliche Teil des franzoesischen Paerchens hat ein halbes Jahr lang Praktikum in Managua gemacht und ihr Lebensgefaehrte ist ein Lebenskuenstler oder so und ist mitgekommen. Und da naechste Woche der Rueckflug ansteht, haben sie ein Haus am Strand gemietet und ihre Abschiedsparty veranstaltet. Ausserdem hatte das Maedel Geburtstag, genau wie eine Nicaraguanerin, die ebenfalls eingeladen hatte. Die Gaeste waren: Nicaraguaner, Franzosen, ein Suedafrikaner, ein paar Amerikaner, ein Mexikaner (?) und wir Spanier und Deutschen. Eine ziemlich bunte Truppe, verwirrend und interessant. Es wurde lecker Fisch gegrillt, ich habe gelernt, wie man Krabben pult, es gab gute Salate und anschliessend ist ziemlich viel nicaraguanischer Rum geflossen. Da zu wenig Betten zur Verfuegung standen, diverse Couches und meine Haengematte, die ich vorsorglich noch im Hellen aufgehaengt hatte, belegt war, haben David und Amparo, die ein Bett erwischt hatten, Thilo und mir ihre Schlafsaecke geliehen, und wir haben es uns am Strand bequem gemacht. Naja, so bequem das eben ist, auf dem gehaertetem Sandboden und mit viel Wind, der einem die Sandkoerner ins Gesicht weht, so dass man morgens ziemlich braun und knirschend aufwacht... Aber der Sternenhimmel war toll und hat mich zumindest ein bisschen entschaedigt. Insgesamt ein paar unverhoffte, aber schoene Tage: Immerhin war ich mit netten und extrem gastfreundlichen Menschen zusammen, habe es an einen Strand geschafft, den man mit oeffentlichen Verkehrsmitteln nicht erreicht, und habe einen Einblick in die nicarguanische Feierkultur bekommen, auch wenn das, was ich gesehen habe, sicherlich nicht dem landestypischen Standard entspricht - und natuerlich ohnehin ziemlich international war. Und auf jeden Fall mal eine Abwechselung zum bisherigen Backpacker-Reisen.
Eigentlich wollte ich haute wieder zurueck nach Ometepe und den Vulkan besteigen, aber mir ging es heute morgen nicht so gut und die Schifffahrt haette ich sicherlich nicht ueberstanden. So wurde ich in San Juan del Sur abgesetzt, wo ich heute noch ein bisschen entspannt habe und von wo ich morgen oder spaetestens uebermorgen weiter nach Costa Rica fahren werde. Wo dann meine Reise in nicht mehr fuenf Tagen enden wird...
hierunddort,
Montag, 23. März 2009, 11:01
jaa, aber dafür mal am strand geschlafen :)
du, ich wünsche dir noch tolle letzte tage und dann natürlich eine gute heimreise!
ich mach mich übermorgen für ein paar tage nach stockholm :) und wenn wir beide dann wieder in alemania sind, hören wir uns, was? lg u
du, ich wünsche dir noch tolle letzte tage und dann natürlich eine gute heimreise!
ich mach mich übermorgen für ein paar tage nach stockholm :) und wenn wir beide dann wieder in alemania sind, hören wir uns, was? lg u
juliaunterwegs,
Dienstag, 24. März 2009, 14:53
oh jee, die welt ist schon klein..
aber warum ich eeeeigeeentlich schreibe-heute hats geschneit ! ! ! kannst schonmal beten, dass am samstag wieder son frühlingswetter ist wie letzte woche!
by the way, i'm very excited concerning the lip. =)
aber warum ich eeeeigeeentlich schreibe-heute hats geschneit ! ! ! kannst schonmal beten, dass am samstag wieder son frühlingswetter ist wie letzte woche!
by the way, i'm very excited concerning the lip. =)
