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Sonntag, 22. Februar 2009
Feuer unterm Hintern
am Sonntag, 22. Februar 2009, 16:34 im Topic 'Mittelamerika'
Gestern morgen hab ich erst mal ein grandioses Fruehstueck im Hostel genossen (inklusive Haferflockenbrei aus Kokosmilch!), bevor ich mehr oder weniger den restlichen Vormittag in diversen Banken zugebracht habe, um einen einzigen Traveller-Cheque einzutauschen. Nachmittags ging es dann los zum Vulkan Pacaya, etwa eine Stunde Fahrt von Antigua entfernt. Der Vulkan ist zwar der aktivste aber bei weitem nicht der hoechste in der Region (nur 2.552m), aber der am einfachsten zu besteigende und vor allem, seit vor einigen Jahren das Aufgebot an Touristen/Polizei aufgestockt wurde, der sicherste. Wir sind mit dem Bus ziemlich weit hoch gefahren worden, dort hat uns dann ein Guide abgeholt (der leider nur Spanisch sprach) und wir sind die restlichen 3,6 km nach oben gewandert, was ganz schoen steil war und 1 1/2 Stunden gedauert hat. Allerdings waren wir auch ganz schoen langsam, weil wir die ganze Zeit auf ein australisches Paerchen warten mussten, die echt schlecht in Form waren. Am Anfang des Lava-Gesteins war ich ein bisschen enttaeuscht, weil kein Rauch aus dem Krater kam (siehe der Berg links) und man kaum gluehende Lava sehen konnte.

Fuenf Minuten spaeter fing der Vulkan dann aber so richtig an zu qualmen, wir sind ein bisschen naeher an den kleinen Lavastrom herangegangen und dann konnte man auch sehen, wie sich der Strom bewegte und wie immer wieder kleine gluehende Gesteinsbrocken herunter gefallen sind. Das hat mich dann doch beeindruckt :-)

Besonders krass fand ich aber, dass der Untergrund warm und an manchen Stellen sogar richtig heiss war. Auf die Steine setzen ging kaum - zu heiss. Einige Leute hatten Marshmallows gekauft und sie auf Stoecke aufgespiesst und zwischen den Steinen gegrillt. Das ging ohne Probleme, und das, obwohl der Untergrund, auf dem wir uns befanden, mehr als 75 Meter dick war oder so, wenn ich den Guide richtig verstanden habe. Als wir in Daemmerung die Spitze des Bergs verlassen haben, konnte man die Lava noch besser sehen. Echt interessant, bloss hab ich mir, befuerchte ich, auf dem Vulkan einen kleinen Schnupfen geholt, weil dort ein eisiger Wind wehte und ich verschwitzt war und nicht rechtzeitig meinen Pulli angezogen habe :-(

Fuenf Minuten spaeter fing der Vulkan dann aber so richtig an zu qualmen, wir sind ein bisschen naeher an den kleinen Lavastrom herangegangen und dann konnte man auch sehen, wie sich der Strom bewegte und wie immer wieder kleine gluehende Gesteinsbrocken herunter gefallen sind. Das hat mich dann doch beeindruckt :-)

Besonders krass fand ich aber, dass der Untergrund warm und an manchen Stellen sogar richtig heiss war. Auf die Steine setzen ging kaum - zu heiss. Einige Leute hatten Marshmallows gekauft und sie auf Stoecke aufgespiesst und zwischen den Steinen gegrillt. Das ging ohne Probleme, und das, obwohl der Untergrund, auf dem wir uns befanden, mehr als 75 Meter dick war oder so, wenn ich den Guide richtig verstanden habe. Als wir in Daemmerung die Spitze des Bergs verlassen haben, konnte man die Lava noch besser sehen. Echt interessant, bloss hab ich mir, befuerchte ich, auf dem Vulkan einen kleinen Schnupfen geholt, weil dort ein eisiger Wind wehte und ich verschwitzt war und nicht rechtzeitig meinen Pulli angezogen habe :-(
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Samstag, 21. Februar 2009
Autsch!
am Samstag, 21. Februar 2009, 16:11 im Topic 'Mittelamerika'
Am Mittwoch, glaube ich, bin ich von Flores nach Lanquin irgendwo in der Mitte von Guatemala gefahren. Im 10-Personen-Kleinbus wurden wir 8 1/2 Stunden ordentlich durchgeschuettelt, auf der Fahrt gabs eine Flussueberquerung auf einer "Faehre" Marke Eigenbau, von der wir fast ins Wasser gefalllen waeren, und die Strasse war ganz schoen kurvig. Dafuer war die Landschaft toll, das viele gruen. Und im Bus waren lauter nette Menschen, das hat die Fahrt ein bisschen kurzweiliger gemacht. In Lanquin angekommen war ich die einzige, die im von allen angesteuerten Hostel einen Platz bekommen hat, weil mir am Tag zuvor zwei Schweizerinnen, die ich aus dem Hostel in Flores kannte, ein Bett reserviert hatten. Da war der Neid erst mal gross, aber letztendlich war es gar nicht so toll. Das Hostel in Lanquin war zwar wunderschoen, es bestand aus vielen kleinen Huetten auf einem grossen, an einem Hang und an einem Fluss gelegegenen Gelaende, mit vielen Haengematten, einer Lagerfeuerstelle und sogar einer Sauna. Mir war das ganze aber mal wieder zu touristisch: Ueberfuellt mit Amerikanern und Kanadiern (und ein paar Israelis), die alle nur Party machen wollten, Motto-Buffets, Happy Hour, Lady's Night und so. Da hat mir die familiaere Atmosphaere in Flores mit Spiele ausleihen und Bio-Essen doch besser gefallen. Und dementsprechend habe ich auch keine wirklich netten Menschen kennen gelernt.
Aber ich wollte ja auch nicht lange im Hostel verweilen, sondern bin am naechsten Tag auf eine Tour in den benachbarten Naturpark Semuc Champey gegangen, die es in sich hatte. Zuerst mussten sich alle auf die Ladeflaeche eines Pickup-Trucks begeben, um die sechs Kilometer lange Strecke auf Schotter durch die Berge in 45 Minuten zu befahren. Da hab ich mir schon mal die erste Ladung blaue Flecken abgeholt. Wir sind an einen Fluss gefahren, an dessen Ufer eine Schaukel hing, auf die wir uns setzen konnten und wenn der Guide (der uebrigens Elvis hiess) "jump!" gebruellt hat, konnte man in den Fluss springen. Hat Spass gemacht, war aber ganz schoen hoch. Anschliessend hat jeder eine Kerze in die Hand gedrueckt bekommen, und wir haben uns aufgemacht in eine Hoehle, in der es Stalaktiten zu bewundern gab und, waeren wir spaeter dort gewesen, eine ganze Menge Fledermaeuse. Die Hoehle war dunkel, teilweise musste man schwimmen und rutschige Felsen hoch- und runterklettern (beides nicht so einfach mit ner Kerze in der Hand) und einmal durch einen Wasserfall steigen. Das ganze hat fast zwei Stunden gedauert und ich habe mir die naechste Ladung blauer Flecken und roter Kratzer abgeholt. Wieder am Tageslicht hat sich jeder einen Gummireifen geschnappt, wir sind drei Kilometer den Fluss entlang gewandert und haben uns, in den Reifen liegend, zurueck treiben lassen. Bis zu einer neun Meter hohen Bruecke, von der man runter springen konnte. Von unten sieht das gar nicht so tief aus (siehe Foto), und ich hatte mir fest vorgenommen, zu springen, aber als ich dann erst mal oben stand... Keine Chance!

Weiter gings dann zur eigentlichen Attraktion des Naturparks. Das sind natuerliche Pools zwischen den Bergen, die direkt von Quellwasser gespeist werden. Einige der Pools haben auch unterirdische, warme Quellen. Das Wasser ist total klar und kalt und man kann darin, gemeinsam mit winzigen Fischen, schwimmen. Aber erst die Arbeit, dann das Vergnuegen: Vorher bin ich zu einem Aussichtspunkt gewandert, von dem man einen tollen Blick auf die Pools hatte, der aber leider - naturgemaess - ziemlich weit oben auf dem Berg lag. Das war echt anstregend, aber es war ein lustiges Gefuehl, im Bikini durch den Urwald zu klettern. Das Schwimmen im kalten Wasser tat dann auch echt gut, und als wir gegen sechs Uhr abends zurueck gekommen sind, war ich ziemlich fertig (vom Muskelkater gestern ganz zu schweigen).
Gestern bin ich dann vom Hostel in Lanquin aus nach Antigua gefahren, und kaum aus dem Bus ausgestiegen, liefen mir die beiden Schweizerinnen ueber den Weg, die mir immer einen Tag vorrausreisen. Hier bin ich wieder in einem netten Hostel untergekomen und habe zum ersten Mal das Gefuehl, wirklich in Guatemala zu sein. Bisher habe ich mich eigentlich nur in abgeschotteten Touri-Plaetzen aufgehalten und bin wie in einer Blase durchs Land gereist, und das ist hier in der Stadt, glaube ich, wieder anders. Hoffe ich zumindest, denn zum Pauschaltourismus bin ich ja nicht hergekommen.
Heute und morgen werde ich nun in und um Antigua verbringen und dann gehts wohl weiter zum Lago Atitlan, ein See, der inmitten von Volkanen liegt und sehr schoen sein soll. Jetzt ist aber erst mal Fruehstueck angesagt, und eine Dusche, denn gestern nachmittag bis in die Nacht hinein gabs in ganz Antigua kein Wasser...
Aber ich wollte ja auch nicht lange im Hostel verweilen, sondern bin am naechsten Tag auf eine Tour in den benachbarten Naturpark Semuc Champey gegangen, die es in sich hatte. Zuerst mussten sich alle auf die Ladeflaeche eines Pickup-Trucks begeben, um die sechs Kilometer lange Strecke auf Schotter durch die Berge in 45 Minuten zu befahren. Da hab ich mir schon mal die erste Ladung blaue Flecken abgeholt. Wir sind an einen Fluss gefahren, an dessen Ufer eine Schaukel hing, auf die wir uns setzen konnten und wenn der Guide (der uebrigens Elvis hiess) "jump!" gebruellt hat, konnte man in den Fluss springen. Hat Spass gemacht, war aber ganz schoen hoch. Anschliessend hat jeder eine Kerze in die Hand gedrueckt bekommen, und wir haben uns aufgemacht in eine Hoehle, in der es Stalaktiten zu bewundern gab und, waeren wir spaeter dort gewesen, eine ganze Menge Fledermaeuse. Die Hoehle war dunkel, teilweise musste man schwimmen und rutschige Felsen hoch- und runterklettern (beides nicht so einfach mit ner Kerze in der Hand) und einmal durch einen Wasserfall steigen. Das ganze hat fast zwei Stunden gedauert und ich habe mir die naechste Ladung blauer Flecken und roter Kratzer abgeholt. Wieder am Tageslicht hat sich jeder einen Gummireifen geschnappt, wir sind drei Kilometer den Fluss entlang gewandert und haben uns, in den Reifen liegend, zurueck treiben lassen. Bis zu einer neun Meter hohen Bruecke, von der man runter springen konnte. Von unten sieht das gar nicht so tief aus (siehe Foto), und ich hatte mir fest vorgenommen, zu springen, aber als ich dann erst mal oben stand... Keine Chance!

Weiter gings dann zur eigentlichen Attraktion des Naturparks. Das sind natuerliche Pools zwischen den Bergen, die direkt von Quellwasser gespeist werden. Einige der Pools haben auch unterirdische, warme Quellen. Das Wasser ist total klar und kalt und man kann darin, gemeinsam mit winzigen Fischen, schwimmen. Aber erst die Arbeit, dann das Vergnuegen: Vorher bin ich zu einem Aussichtspunkt gewandert, von dem man einen tollen Blick auf die Pools hatte, der aber leider - naturgemaess - ziemlich weit oben auf dem Berg lag. Das war echt anstregend, aber es war ein lustiges Gefuehl, im Bikini durch den Urwald zu klettern. Das Schwimmen im kalten Wasser tat dann auch echt gut, und als wir gegen sechs Uhr abends zurueck gekommen sind, war ich ziemlich fertig (vom Muskelkater gestern ganz zu schweigen).
Gestern bin ich dann vom Hostel in Lanquin aus nach Antigua gefahren, und kaum aus dem Bus ausgestiegen, liefen mir die beiden Schweizerinnen ueber den Weg, die mir immer einen Tag vorrausreisen. Hier bin ich wieder in einem netten Hostel untergekomen und habe zum ersten Mal das Gefuehl, wirklich in Guatemala zu sein. Bisher habe ich mich eigentlich nur in abgeschotteten Touri-Plaetzen aufgehalten und bin wie in einer Blase durchs Land gereist, und das ist hier in der Stadt, glaube ich, wieder anders. Hoffe ich zumindest, denn zum Pauschaltourismus bin ich ja nicht hergekommen.
Heute und morgen werde ich nun in und um Antigua verbringen und dann gehts wohl weiter zum Lago Atitlan, ein See, der inmitten von Volkanen liegt und sehr schoen sein soll. Jetzt ist aber erst mal Fruehstueck angesagt, und eine Dusche, denn gestern nachmittag bis in die Nacht hinein gabs in ganz Antigua kein Wasser...
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Mittwoch, 18. Februar 2009
Schon wieder im Dschungel - jetzt aber so richtig!
am Mittwoch, 18. Februar 2009, 00:09 im Topic 'Mittelamerika'
Hier noch ein kleines Update, bevor ich morgen auf unbestimmte Zeit in den Bergen verschwinde. Flores ist so richtig verschlafen, es gibt hier fast nur Touristen auf der Halbinsel und die koennen sich alle kaum bewegen, weil es so heiss und recht schwuel ist. Das Dorf ist echt klein und eigentlich gibt es hier nichts zu sehen. Das Hostel, in dem ich schlafe, und das ihr auf dem Bild sehen koennt (das knallrote Gebaeude, vor dem die Motorraeder stehen) passt sich dem an: Es gibt dort einen Innenhof mit Sofas, entspannter Musik - meistens Altmeister à la Bob Dylan und den Beatles, manchmal auch Manu Chao und Buena Vista Social Club - eine Haengematte, eine Schaukel, ein Buecherregal, wo man Buecher tauschen kann, ganz viele Planzen und das alles ist deshalb so sympathisch, weil es knatschbunt zusammengewuerfelt ist und den Charme des selbstgebastelten ausstrahlt. Es gibt dort ausserdem total leckere guenstige gesunde (!!!) Fruchtshakes und riesige Portionen ebenfalls preiswertes vegetarisches Essen. Neben den Reisenden leben dort noch ein riesiger Hund, eine kleine Katze und ein Papagei, der morgens um sechs anfaengt, ganz laut zu kreischen. Das ist dann nicht so schoen.

Heute bin ich um 5 Uhr morgens mit einer Tour zu den Maya-Pyramiden nach Tikal gefahren, eine Stunde Fahrt von Flores entfernt. Urspruenglich hatte ich ueberlegt, ob ich da ueberhaupt hinfahren sollte, wegen Zeitnot und da ich ja bereits andere Pyramiden besichtigt habe. Jetzt bin ich aber froh, dass ich hier abgestiegen bin, denn Tikal fand ich mit Abstand am beeindruckendsten. Die Pyramiden stehen auf einem riesigen Areal mitten im Urwald, sind wahnsinnig hoch und wenn man auf eine die hoechste Pyramide geklettert ist hat man nicht nur einen faszinierenden Ausblick, sondern bekommt auch einen Eindruck ueber die Leistung der Maya. Denn neben den Ruinen, die ihr auf dem Foto seht, gibt es noch ganz viele andere, kleinere, die auf schmalen Pfaden durch den Dschungel erreicht werden koennen. Echt beeindruckend!

Toll war auch, dass unserer Fuehrer nicht nur ueber die Maya, deren Alltag, Zeremonien und Untergang erzaehlt hat, sondern uns auch viele Pflanzen und Tiere gezeigt hat. Neben Gewuerzbaeumen und "Kaugummi-Fruechten" (schon die Maya haben Kaugummi gekaut) waren das verschiedene Affenarten, ein unglaublich riesiger Papagei, wilde Truthaehne und: Eine Spinne, die aussah wie eine Vogelspinne. Der Guide hat die Spinne (riesig, pelzig, gruselig) gefangen und wer wollte, konnte sie sich ueber die Fuesse laufen lassen. Ich habe mich vornehm zurueck gehalten, und das haette auch ein einheimischer Obstverkaeufer besser tun sollen, der sich die Spinne ganz cool hat ueber den Arm laufen lassen - bis sie ihn prompt gebissen hat. Die Spinne ist giftig, aber nur ein bisschen, aber die Wunde hat richtig geblutet. Hui.
Heute habe ich nichts mehr vor, muss mir noch ein Busticket fuer morgen kaufen und dann frueh ins Bett gehen. Morgen gehts dann geplanterweise weiter Richtung Suedosten nach Cobán/Laquin, wo es einen Naturpark und ein ganz tolles Hostel geben soll, wo zwei Schweizerinnen, die ich gestern hier getroffen habe, mir hoffentlich ein Bett reservieren koennen. Und dann mal schauen, ich sehe jetzt schon kommen, dass ich meine Plaene ziemlich zusammen stauchen muss, weil die Zeit einfach nicht ausreicht, um alles zu sehen, was mich interessiert und was mir empfohlen wird. Im Gegensatz zu Mexiko kann ich hier nicht in der Nacht reisen und da die Strassenverhaeltnisse so schlecht sind, muss man in der Regel einen ganzen Tag fuers Reisen einplanen, selbst wenn man Touristenbusse nimmt, mit denen man meistens nicht umsteigen muss. Naja, gut fuenf Wochen hab ich ja noch, mal sehen, wie weit ich da komme ;-)

Heute bin ich um 5 Uhr morgens mit einer Tour zu den Maya-Pyramiden nach Tikal gefahren, eine Stunde Fahrt von Flores entfernt. Urspruenglich hatte ich ueberlegt, ob ich da ueberhaupt hinfahren sollte, wegen Zeitnot und da ich ja bereits andere Pyramiden besichtigt habe. Jetzt bin ich aber froh, dass ich hier abgestiegen bin, denn Tikal fand ich mit Abstand am beeindruckendsten. Die Pyramiden stehen auf einem riesigen Areal mitten im Urwald, sind wahnsinnig hoch und wenn man auf eine die hoechste Pyramide geklettert ist hat man nicht nur einen faszinierenden Ausblick, sondern bekommt auch einen Eindruck ueber die Leistung der Maya. Denn neben den Ruinen, die ihr auf dem Foto seht, gibt es noch ganz viele andere, kleinere, die auf schmalen Pfaden durch den Dschungel erreicht werden koennen. Echt beeindruckend!

Toll war auch, dass unserer Fuehrer nicht nur ueber die Maya, deren Alltag, Zeremonien und Untergang erzaehlt hat, sondern uns auch viele Pflanzen und Tiere gezeigt hat. Neben Gewuerzbaeumen und "Kaugummi-Fruechten" (schon die Maya haben Kaugummi gekaut) waren das verschiedene Affenarten, ein unglaublich riesiger Papagei, wilde Truthaehne und: Eine Spinne, die aussah wie eine Vogelspinne. Der Guide hat die Spinne (riesig, pelzig, gruselig) gefangen und wer wollte, konnte sie sich ueber die Fuesse laufen lassen. Ich habe mich vornehm zurueck gehalten, und das haette auch ein einheimischer Obstverkaeufer besser tun sollen, der sich die Spinne ganz cool hat ueber den Arm laufen lassen - bis sie ihn prompt gebissen hat. Die Spinne ist giftig, aber nur ein bisschen, aber die Wunde hat richtig geblutet. Hui.
Heute habe ich nichts mehr vor, muss mir noch ein Busticket fuer morgen kaufen und dann frueh ins Bett gehen. Morgen gehts dann geplanterweise weiter Richtung Suedosten nach Cobán/Laquin, wo es einen Naturpark und ein ganz tolles Hostel geben soll, wo zwei Schweizerinnen, die ich gestern hier getroffen habe, mir hoffentlich ein Bett reservieren koennen. Und dann mal schauen, ich sehe jetzt schon kommen, dass ich meine Plaene ziemlich zusammen stauchen muss, weil die Zeit einfach nicht ausreicht, um alles zu sehen, was mich interessiert und was mir empfohlen wird. Im Gegensatz zu Mexiko kann ich hier nicht in der Nacht reisen und da die Strassenverhaeltnisse so schlecht sind, muss man in der Regel einen ganzen Tag fuers Reisen einplanen, selbst wenn man Touristenbusse nimmt, mit denen man meistens nicht umsteigen muss. Naja, gut fuenf Wochen hab ich ja noch, mal sehen, wie weit ich da komme ;-)
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